Eseltrekking

Blog · Wissen und Geschichten aus der Pferdeoase

11 Gründe, warum Esel die heimlichen Stars am Hof sind

Wir müssen etwas gestehen.

Wir heißen Pferdeoase. Wir lieben unsere Pferde. Wir haben Ponys, Lamas, Schafe, Schweine, Hühner und Katzen.

Aber wenn Besuch kommt, wollen alle zu den Eseln.

Jedes. Einzelne. Mal.

Wir haben lange überlegt, woran das liegt. Hier ist unsere Liste.

1. Sie denken nach, bevor sie losrennen

„Stur wie ein Esel“ ist das größte Missverständnis der Tierwelt.

Esel sind nicht stur. Sie sind vorsichtig. Ihre Vorfahren lebten in steinigen, trockenen Gegenden, wo kopflose Flucht gefährlich war. Also bleibt ein Esel erst einmal stehen und prüft die Lage.

Ein Pferd sieht eine Pfütze und denkt: „Hilfe, ein Abgrund!“

Ein Esel sieht eine Pfütze und denkt: „Hmm. Wie tief ist die? Und wer hat sie da hingemacht?“

Mit Geduld und Vertrauen geht er dann weiter. Meistens.

2. Sie haben die besten Ohren am Hof

Warum haben Esel so lange Ohren? Damit hören sie unglaublich weit. Und in der Hitze geben sie darüber Körperwärme ab.

Kurz gesagt: Sonnensegel und Satellitenschüssel in einem.

3. Ihr „I-aah“ ist ein Ferngespräch

Ja, Esel sind laut. Sehr laut.

Das hat einen Grund: Mit ihrem Ruf halten Esel Kontakt zu ihren Artgenossen, auch über große Entfernungen.

Wenn also um sechs Uhr früh jemand quer über die Koppel brüllt: Das ist kein Drama. Das ist ein Anruf.

4. Sie tragen ein Kreuz auf dem Rücken

Viele Esel haben einen dunklen Streifen entlang des Rückens und einen quer über die Schultern. Zusammen sieht das aus wie ein Kreuz.

Zu den schönen Geschichten, die man sich darüber erzählt, kommen wir vielleicht ein andermal. Fest steht: Es steht ihnen.

5. Sie sind Freunde fürs Leben

Esel sind sehr soziale Tiere. Oft schließen sie enge Freundschaften, und die sollte man nicht leichtfertig trennen.

Kann man Esel allein halten? Nein. Ein Esel braucht andere Esel. Ein Esel allein ist ein trauriger Esel.

Können Esel und Pferde zusammen leben? Ja, das geht. Einen Esel-Freund ersetzt ein Pferd aber nicht.

Deshalb gehen bei unserem Eseltrekking am besten immer zwei Esel mit. Keiner bleibt allein zurück.

6. Sie sind die Könige der Genügsamkeit

Was fressen Esel? Viel Raufutter: Heu, Stroh, Gras. Und Zucker dürfen sie gar nicht. Nicht nur wenig, nicht nur irgendwas. Gar nicht. Zucker ist ein No-Go. Zu reichhaltiges Futter macht sie schnell zu dick und krank.

Ein Esel lebt also das, was wir uns jeden Jänner vornehmen.

7. Sie hassen Regen. Und sie haben recht.

Eselfell schützt weniger gut vor Nässe als Pferdefell. Darum brauchen Esel einen trockenen Unterstand.

Wenn bei Regen die Pferde draußen grasen und die Esel geschlossen im Unterstand stehen, schauen sie dich an, als wärst DU der Komische.

8. Sie werden richtig alt

Wie alt werden Esel? Oft 30 bis 40 Jahre, manche noch älter.

Wer einen Esel aufnimmt, plant also nicht für ein paar Jahre. Sondern für ein halbes Leben. Und bekommt dafür einen Freund, der bleibt.

9. Sie sind ganz sicher keine Dummköpfe

„Du Esel!“ ist eine Beleidigung. Für den Esel.

Esel lernen gut, merken sich viel und sind sehr vorsichtig. Wer schon einmal versucht hat, einen Esel zu etwas zu überreden, das er für keine gute Idee hält, weiß: Da denkt jemand mit.

10. Sie sind mit Pferden verwandt, aber eigen

Esel und Pferde sind verwandt, gehören aber zu verschiedenen Arten. Aus Eselhengst und Pferdestute entsteht ein Maultier, aus Pferdehengst und Eselstute ein Maulesel. Beide können in der Regel selbst keine Nachkommen bekommen.

Der größte Unterschied steckt aber im Kopf: Pferde flüchten eher. Esel denken erst nach. (Siehe Punkt 1.)

11. Sie sind die besten Wanderbegleiter der Welt

Und damit sind wir beim Eseltrekking.

Ein Esel ist trittsicher, treu und hat sein eigenes Tempo. Und das ist genau das richtige für uns gestresste Menschen.

Kinder, die normalerweise nach zehn Minuten Wandern „Wie weit noch?“ fragen, marschieren plötzlich stundenlang. Weil sie ja „ihren“ Esel führen.

Eltern, die eigentlich nur einen Ausflug machen wollten, kommen tiefenentspannt zurück.

Und die Esel? Die haben sich das alles gut überlegt. Bei uns entscheiden die Esel nämlich selbst, wer mitkommen möchte.

Bonus: Sind Esel verschmust?

Das ist von Esel zu Esel verschieden. Viele sind sehr menschenbezogen und genießen Kraulen, wenn sie dich erst einmal kennen.

Das „erst einmal“ ist wichtig. Siehe Punkt 1. Und 9.

Dein nächster Schritt: Esel erleben in der Eseloase

Du suchst eine Eselwanderung in Niederösterreich, nicht weit von Wien?

Bei unserem Eseltrekking wanderst du mit unseren Eseln durch Felder und Weinberge im Weinviertel, vor den Toren Wiens. Ideal für Familien, zum Entschleunigen, und für alle, die selbst herausfinden wollen, wie klug Esel wirklich sind.

Dazu gibt es Esel-Agility und das Pflegeesel-ABO.

Alle Infos und Termine findest du auf der Eseloase. Die Esel freuen sich. Wahrscheinlich. Sie überlegen noch.